Die elastische Lieferkette für kundenspezifische Fertigung

Xometry Europe · Mar 9, 2020

Die Vorteile einer gut organisierten elastischen Lieferkette für die kundenspezifische Fertigung, ihre Herausforderungen und deren Lösung durch den Einsatz digitaler Fertigungsnetzwerke

In der heutigen Welt der kundenspezifischen Fertigungsindustrie hat die große Nachfrage nach Zuverlässigkeit, Qualität und Schnelligkeit zu einer Verlagerung traditioneller, direkter Geschäfte zwischen Kunden und Fertigungsunternehmen hin zum Einsatz elastischer Lieferketten geführt. In einer elastischen Lieferkette bilden mehrere über verschiedene Standorte verteilte Hersteller ein Fertigungsnetzwerk, das durch Supply Chain Manager betreut wird. Mitarbeiter, die einen Bedarf für Fertigungen haben, wenden sich an Netzwerkmanager, die anschließend Kundenprojekte an geeignete Hersteller im Netzwerk verteilen.

Damit dieses Modell funktioniert, ist eine erhebliche Anzahl an Anbietern im Netzwerk erforderlich. Es liegt in der Verantwortung der Supply Chain Manager, ein robustes Netzwerk an Lieferanten aufzubauen und gleichzeitig die Anzahl der Anbieter zu optimieren und die Effizient zu optimieren. Im Folgenden besprechen wir sowohl die Vorteile einer elastischen Lieferkette für die kundenspezifische Fertigung als auch mögliche Herausforderungen und deren Lösungen.

In einer gut organisierten Lieferkette führt ein Anstieg der Lieferantenanzahl zu einer höheren Effizienz 

Freie Kapazitäten und Verfügbarkeit

Wenn eine Lieferkette eine erhebliche Anzahl an Anbietern enthält, sind immer genügend Fertigungskapazitäten verfügbar. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass alle Lieferanten in der Lieferkette gleichzeitig voll ausgelastet sind. Verzögerungen von Kundenprojekten aufgrund von Kapazitätsproblemen der Hersteller entfallen, da zu jeder Zeit genügend Lieferanten bereit stehen, um neue Aufträge anzunehmen. Bei dramatischen Ereignissen während eines Kundenprojekts wie zum Beispiel bei Maschinenausfällen, Stromausfällen oder anderen einschneidenden Umständen, stehen Ersatz-Hersteller bereit, um den Auftrag zu übernehmen.

Erweiterte Kompetenzen

Eine elastische Lieferkette führt auch zu einer Vielfalt unterschiedlicher Fertigungskompetenzen. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Fertigungsverfahren wie SLS 3D-Druck, Spritzguss oder 5-achsiges CNC-Fräsen, die jeweils unterschiedliche Anwendungen haben. Viele Hersteller sind in der Lage, mehr als eines dieser Verfahren einzusetzen. Die meisten Hersteller sind jedoch auf ein bestimmtes Verfahren spezialisiert und haben sowohl ihre Maschinen als auch ihre Expertise auf dieses Verfahren ausgerichtet. Obwohl manche dieser Hersteller neben ihrem Hauptverfahren auch andere Verfahren anbieten, können die Produktion, die Preisgestaltung und die Herstellungsdauer dadurch negativ beeinflusst werden. In einer elastischen Lieferkette werden die Aufträge immer von dem Hersteller durchgeführt, der für das jeweilige Projekt am besten geeignet ist. So kann die Qualität maximiert und die Konstruktionszeit und der Aufwand minimiert werden.

Außerdem bedeutet eine vielfältige Lieferkette mit einer großen Anzahl an Anbietern, dass es für jeden Kunden immer einen passenden Anbieter gibt. Kunden haben in der Regel unterschiedliche Anforderungen. Während eine Kunde für sein Projekt Aluminiumbearbeitung mit CNC-Fräsen und Sandstrahlen benötigt, brauchen andere Kunden für ihre Projekte zum Beispiel einen SLS 3D-Druck aus Kunststoff. Zusätzlich dazu gibt es häufig abweichende Anforderungen hinsichtlich Größe und Standort. In einer Lieferkette mit einer ausreichend großen Anzahl an Lieferanten gibt es für jede Kombination der Kundenanforderung einen passenden Anbieter.

Wettbewerbsfähige Preise

Darüber hinaus werden den Kunden immer die günstigsten Preise und kürzesten Lieferzeiten für ein Projekt angeboten. All diese Vorteile sind automatisch ein fester Bestandteil, wenn die elastische Lieferkette Teil eines Fertigungsnetzwerks mit erfahrenen Supply Chain Managern ist.

Je mehr Lieferanten, desto höher ist die Last im operativen Betrieb

Für ein einzelnes Unternehmen kann eine lange Liste an Lieferanten auch Nachteile haben. Das Management einer solchen Lieferkette kann einem einzelnen Unternehmen aus folgenden Gründen leicht Kopfschmerzen bereiten:

  • Neue Lieferanten müssen gründlich getestet werden, um ihre Fertigungsfähigkeiten, -kapazitäten und Einschränkungen nachzuprüfen. Diese Aufgabe muss in regelmäßigen Abständen auch für etablierte Lieferanten wiederholt werden.
  • Eine Menge Papierkram mit Geschäftsverträgen, Lieferantenformularen und Vertraulichkeitsvereinbarungen muss verwaltet werden.
  • Die Lieferanten müssen in einem Punktesystem, das die Leistung in unterschiedlichen Bereichen wie Antwortverhalten, Kommunikation, Qualität und Pünktlichkeit der Lieferung für jeden Auftrag bewertet,  nachverfolgt werden.

Diese Aufgaben müssen für jeden Lieferanten durchgeführt werden. Mit zunehmender Anzahl an Lieferanten nimmt auch der Verwaltungsaufwand der Lieferkette zu.

Ein weiterer Nachteil von elastischen Lieferketten, die von einem Kunden-Unternehmen selbst direkt verwaltet werden, sind die variierenden Preise und Lieferzeiten, die verschiedene Lieferanten für ein bestimmtes Projekt anbieten können. Die meisten dieser Angebote machen keine oder nur mit wenige Angaben über die Hintergründe der Zusammensetzung des Angebots. Dies führt dazu, dass es nun die Aufgabe der Einkaufsteams ist, jedes Angebot zu analysieren, herauszufiltern und zu entschlüsseln, welcher Lieferant mit einem bestimmten Projekt beauftragt werden soll.

Digitales Fertigungsnetzwerk als Lösung für das Management elastischer Lieferketten 

Obwohl eine große Lieferantenanzahl zu einer effizienteren Lieferleistung führt, können große Ineffizienzen entstehen, wenn der Hauptfokus auf das Management der Lieferkette und nicht auf die strategischen Beschaffung und die Kundenzufriedenheit gelegt wird. Außerdem ist die interne Verwaltung solcher Netzwerke sehr zeit- und ressourcenintensiv. Die einzige Möglichkeit für Kunden, diese Nachteile zu beseitigen, besteht in der Zusammenarbeit mit digitalen Fertigungsnetzwerken.

Digitale Fertigungsnetzwerke wie Xometry Europe vereinen die Vorteile einer großen Lieferantenanzahl mit den Vorteilen einer vielfältigen Bandbreite an Fertigungsmöglichkeiten.

Xometry Europe ist mit einem Netzwerk aus mehr als 1.200 Herstellern die größte Online-Plattform, die Manufacturing-As-A-Service für kundenspezifische Fertigungen in ganz Europa anbietet.

Durch seine hervorragende Erfolgsbilanz macht Xometry Europe mit seinem Modell der verteilten Fertigung die Vorteile einer elastischen Lieferkette deutlich und beseitigt gleichzeitig deren Einschränkungen. Dies lässt sich vor allem auf fachkundiges Lieferkettenmanagement und den Einsatz fortschrittlicher KI-basierter Lösungen zur Verbindung von Kunden und Anbietern zurückführen.

Xometry Europe bietet eine elastische Lieferkette für die kundenspezifische Fertigung an und reduziert so die Beschaffungszeit von Angeboten durch eine intuitive und kostenlose Plattform für Sofort-Angebote auf ein paar Sekunden. Anschließend können Beschaffungsteams, Konstrukteure und Ingenieure die angebotenen Teile sofort bestellen. Xometry Europe gleicht dann die Projektanforderungen mit den Fähigkeiten und Kapazitäten geeigneter Anbietern ab, die den Auftrag auf Anfrage sofort ausführen können. Dieses Modell der Verknüpfung von Kunden und Anbietern, auch bekannt als „Manufacturing as a Service“ oder MaaS, hat die Beschaffung von kundenspezifischen Teilen vollkommen revolutioniert.

Im MaaS-Modell haben Kunden die Vorteile transparenter Angebote hinsichtlich Preis, Lieferzeit und Arbeitsumfang. Falls ein Hersteller voll ausgelastet ist, kann die Arbeit zur Abwicklung des Auftrags einfach an einen anderen kompetenten Fertigungspartner weitergegeben werden. Xometry Europe kombiniert Fertigungskapazitäten, vielfältige Fertigungsmöglichkeiten, eine fachkundige Lieferantenstamm und ein jederzeit einsetzbares Support-Team, um eine elastischen Lieferkette bereitzustellen, die ein Qualitätssicherungsniveau erreicht, das bereits Kunden wie Bosch, General Electric, BMW und Dell überzeugt hat.

Posted in On-Demand-Fertigung